Am Buß- und Bettag des Jahres 1945 saßen im Gasthaus Heß in Marienfeld einige Männer in einer Runde und beschlossen die Gründung eines Fußballvereins. Die jungen Männer, die diese Idee hatten, bezeichnen wir heute als die Vereinsgründer des VfR Marienfeld. Da die meisten in Weeg wohnten, hat der Verein für Rasensport Marienfeld eigentlich seine Wurzeln in der Ortschaft Weeg. Im Mai des Jahres 1946 wurde der VfR Marienfeld dann offiziell gegründet.
Zu den Männern der ersten Stunde gehörten:
Paul Krämer,
Josef Siebert,
Paul Ludwig (Bröl),
Willi Schurawitzki,
Josef Schlimbach,
Josef Funken,
Karl Mentges,
Paul Ludwig (Alefeld),
Ernst Höller,
Herbert Franken,
Erich Büth,
Konrad Tillmann,
Fritz Fischer,
Arnold Frings
und Karl Gritzan.
Da auch Richtlinien und Statuten aufgestellt werden sollten, holte man sich Rat beim Nachbarverein in
Schönenberg.
Willi und Paul Hänscheid standen den Vereinsgründern mit Rat und Tat zur Seite.
Zum ersten Vorsitzenden des neuen Fußballvereins wurde Josef Funken gewählt.
Vorerst wurden nur Trainings- und Freundschaftsspiele ausgetragen. Das erste Spiel fand im Sommer 1946 in
Neunkirchen statt und man lief in schwarzen Hosen und weißen Unterhemden auf.
Es wurde mit 1:9 Toren verloren. Diese Mannschaft, in der Senioren und Jugendliche zusammen spielten, trat
in folgender Besetzung an:
Heini Ludwig,
Hans Tillmann,
Willi Ditschi,
Karl Pütz,
Erich Ley,
Karl Horst Seynsche,
Paul Landrock,
Erich Heimann,
Willi Schmitz,
Theo Schlimbach,
Horst Christopeit.
Durch diese hohe Niederlage ließ man sich nicht entmutigen und trug weitere Freundschaftsspiele gegen Nachbarvereine aus:
Schönenberg,
Happerschoß,
Marialinden,
Winterscheid
und Drabenderhöhe.
Zu Auswärtsspielen fuhr man gemeinsam mit dem Fahrrad; Heimspiele trug man auf der „Niederbreidenbacher
Heide“ aus, da es in Marienfeld noch keinen Sportplatz gab.
Doch schon Ende 1946 wurde mit dem Bau eines eigenen Sportplatzes begonnen. Nach schwierigen Verhandlungen
stellten 8 Besitzer ihre Waldparzellen für den Bau des Sportplatzes zur Verfügung. In harter körperlicher
Arbeit wurden die Parzellen gerodet und die Baumstümpfe, die nicht entfernt werden konnten, ebenerdig
abgeschnitten.
Die fleißigen Helfer wurden mit Schwarzbrot, Speck und Schnaps bei der schweren Arbeit gut versorgt.
Die Schlacke (Asche) für die Sportplatzdecke, die aus einer Zeche in Essen-Bredeney mit der Bahn in Nümbrecht ankam, musste dort mit Schaufeln auf Karren umgeladen werden. Tagelang fuhren Pferdegespanne die Karren zum Sportplatz.
Doch die Schlacke musste auch bezahlt werden; dies geschah zum großen Teil mit Butter und Speck.
Im Jahre 1947 konnte der in echter Handarbeit geschaffene Sportplatz von Pfarrer Lankes eingeweiht werden. Am Einweihungstag wurde ein Damen-Handballspiel zwischen Schönenberg und Winterscheid und ein Spiel der I. Mannschaft gegen den Nachbarn aus Schönenberg ausgetragen.
Dieses erste Fußballspiel auf eigenem Platz wurde mit 4:3 Toren gewonnen. Man spielte in den Vereinsfarben rot/weiß und in folgender Aufstellung:
Karl Gritzan,
Willi Ditschi,
Karl Pütz,
Kurt Hornig,
Fritz Fischer,
Julius Fischer,
Paul Herkenrath,
Josef Heving,
Arnold Frings,
Karl Stommel,
Otto Mann.
1948 stellte der VfR Marienfeld erstmalig eine Mannschaft, die an der Meisterschaft der 2. Kreisklasse teilnahm und einen drittletzten Tabellenplatz erreichte. Außerdem gründete der damalige Spieler und Trainer Fritz Fischer eine A-Jugendmannschaft.
Inzwischen hatte man auch mehr Möglichkeiten zu den Auswärtsspielen zu gelangen.
So fuhr man mit dem Traktor und Plateauwagen, Last- und Möbelwagen, Motorrädern oder Holzvergaserautos.
Anlässlich der Kirmes im Jahr 1949 fand das erste Sportfest des VfR statt.
Man spielte gegen Junkersdorf (damals Bezirksliga) und abends wurde im Saal Heß ein großer Rheinischer Abend
veranstaltet, wo eine langjährige Freundschaft mit den Gästen aus Junkersdorf begann.
Wenn man in den folgenden Jahren sehr schwere Meisterschaftsspiele zu bestreiten hatte, holte man sich
einfach Verstärkung aus Junkersdorf.
Dies zeigt, dass schon früher nicht immer ganz ehrlich gespielt wurde!
Im Jahre 1950 musste der Sportplatz renoviert werden und er erhielt gleichzeitig eine Holzumzäunung. Zur
gleichen Zeit gründete man in Much eine Fußballabteilung. Kurz danach wurde der VfR dann zu einem
Freundschaftsspiel eingeladen.
Da die Mucher zwei neue Fußbälle hatten und Marienfeld nur einen, der schon oft geflickt wurde und eckig
war, nahm man einfach einen Ball aus Much mit!
1952 stellten sich bei der A-Jugendmannschaft (14–19 Jahre) die ersten Erfolge ein. Man spielte um die Siegkreismeisterschaft. Nachdem man sich vom SC Uckerath dreimal Unentschieden trennte, verzichtete Marienfeld wegen der weiten Anfahrt auf ein weiteres Spiel.
Eine Krise im Seniorenbereich bewirkte, dass man einige Zeit keine I. und II. Mannschaft mehr hatte.
In den Jahren 1953 und 1955 kam die Jugendmannschaft erneut in das Endspiel um die Siegkreismeisterschaft,
doch die Spiele gegen Spich und Hennef gingen leider verloren.
Nachdem 1954 der Sportplatz von den Mitgliedern erneut gründlich überholt und weiter ausgebaut wurde, konnte
einige Zeit später wieder eine Seniorenmannschaft gestellt werden.
Eine große Leistung vollbrachte der damalige Vorstand, indem er den Bau eines Sportjugendheimes plante.
Ein besonderer Verdienst gilt hier dem damaligen 1. Vorsitzenden Martin Schmitz, der auch durch persönliche Initiative und Eigenmittel dem VfR Marienfeld zu einem schmucken Sportheim verhalf.
Das Heim wurde damals vom Fußballverband Mittelrhein errichtet. Es ist heute gar nicht nachzuvollziehen, welche Anstrengung erforderlich waren. So musste der komplette Spielausschuß dafür bürgen, dass die Aufsicht, Verwahrung und Inschutznahme gewährleistet, und dass für Schäden mit dem eigenen Vermögen zu haften war.
Aus diesem Anlass spielte erstmals eine 7er Schülermannschaft, von der im Anschluss berichtet wird, und danach die I. Mannschaft gegen Troisdorf 05 Reserve.
Die neue 7er Schülermannschaft eilte von Erfolg zu Erfolg und wurde im Jahr 1958 Meister und konnte sogar die Siegkreismeisterschaft gewinnen. Die Marienfelder konnten das Endspiel gegen Bad Honnef mit 4:1 Toren für sich entscheiden. Diese Meisterschaft sollte bis ins Jahr 2005 die einzige bleiben.
Folgende Spieler errangen die Siegkreismeisterschaft:
Karl Heinz Kreuzer,
Erhard Strecke,
Horst Stuhlmann,
Thomas Michels,
Hans Günter Herchenbach,
Günter Knipp,
Konrad Frings.
1962 wurde der Sportplatz in Marienfeld von der Gemeinde Much neu angelegt und wesentlich vergrößert. Gleichzeitig wurde auch eine neue Aschendecke aufgelegt. Leider stellt sich heraus, dass die neue Decke nicht widerstandsfähig genug war, denn schon nach kurzer Zeit kamen immer mehr dicke Steine an die Oberfläche. Doch mit diesem Zustand musste der VfR noch bis 1970 leben.
Bisher konnte man immer nur von den Erfolgen der Jugend berichten, doch im Jahre 1963 trat auch die I. Mannschaft endlich aus ihrem Schattendasein. Man hatte die ganzen Jahre im unteren Tabellendrittel gespielt, war aber bisher nie abgestiegen.
In der Saison 1963/64 erwischte man eine tolle Serie und belegte einen beachtlichen zweiten Tabellenplatz. 1964/65 konnte man an die gute Vorsaison anknüpfen und wurde punktgleich mit dem SV Schönenbach Tabellenführer. Das Endscheidungsspiel um den Aufstieg ging unglücklich mit 1:2 Toren verloren.
Nach den Erfolgen der Vorjahre, nahm man in der Spielzeit 1965/66 einen erneuten Anlauf. Das Pech blieb dem VfR jedoch weiterhin treu, denn es musste wieder ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft ausgetragen werden. Man spielte in Herchen gegen GW Mühleip und verlor auch diesmal knapp mit 1:2.
Da sich der VfR mit H. Krechel und H. Maurer, die zugezogen waren, in der Saison 1966/67 verstärken konnte,
ging man mit großen Erwartungen in die neue Saison.
Die Marienfelder konnten sich sofort wieder an die Spitze setzen und mit einem 10:1 Sieg in Merten wurde die
Herbstmeisterschaft gewonnen.
Da man zu dieser Zeit sehr überlegen aufspielte, wurden die hartnäckigen Verfolger, Dreisel und Schönenberg,
klar geschlagen. Auch die Presse berichtete umfangreich über die Erfolge des VfR. Als man sich schon zu
sicher war, kamen die Verfolger, nach dummen Heimniederlagen, noch mal heran.
Doch diese Phase ging schnell vorbei und es wurden die nötigen Punkte zur Meisterschaft geholt. Als der Sieg
gegen Eitorf durch 3 Tore von Gunter Koschany mit 3:1 perfekt war, hatte der VfR Marienfeld vorzeitig die
Meisterschaft gewonnen.
Mit einem Autokorso fuhr man hupend von Eitorf in die Heimat und in Marienfeld, besonders in der
Vereinskneipe, stand alles Kopf. Das letzte Meisterschaftsspiel wurde mit 9:0 in Hurst-Rosbach gewonnen und
so schloss man die Spielzeit mit 41:7 Punkten und 84:23 Toren ab.
Hier die Namen der Meistermannschaft:
Gunter Koschany,
Karl-Josef Thelen,
Thomas Michels,
Josi Stöhr,
Herbert Maurer,
Günter Knipp,
Franz-Josef Gießelbach,
Helmut Knipp,
Hans-Josef Knipp,
Bernd Sicking,
Hans-Josef Kobeszko,
Hans Krechel,
Herbert Haas,
Alois Ludwig,
Helmut Sicking,
Siegfried Baduch,
Hans Krimmel,
Trainer Rudi Schreiber.
Zum ersten Mal spielte der VfR in der höchsten Klasse des Fußballkreises Sieg.
Mit einer 0:5 Niederlage startete der Neuling VfR Marienfeld in die neue Saison der 1. Kreisklasse. Danach
aber folgten aufsehenerregende Siege gegen so manche Spitzenmannschaft. Da die Spielerdecke sehr dünn war
(12–13 Spieler) wusste man schon jetzt, dass es sehr schwer werden würde, die Klasse zu halten.
Trainer Rudi Schreiber, mit dem die Spieler den Aufstieg geschafft hatten, konnte der Mannschaft nichts mehr
geben. Er wurde in aller Freundschaft verabschiedet. Neuer Trainer wurde mitten in der Saison Hans-Gerd
Senn.
Die Mannschaft holte noch die nötigen Punkte zum Klassenerhalt und am Schluß des 1. Jahres in der 1.
Kreisklasse reichte es zu einem gesicherten 10. Tabellenplatz.
Die Spielzeit 1968/69 begann vielversprechend, denn Mitte der Hinrunde belegte der VfR Marienfeld den 3.
Tabellenplatz, hinter einem so bekannten Verein wie FV Bad Honnef.
Nach vielen schlimmen Verletzungen gab es nur noch Niederlagen und man rutschte in die Abstiegszone.
Auch das Verhältnis Mannschaft-Trainer war gestört. Kurze Zeit später handelte der Vorstand und der Trainer
wurde entlassen. Man verpflichtete Paul Mähringer aus Neunkirchen als neuen Trainer. Er konnte weitere
Niederlagen auch nicht verhindern und gab schon nach 4 Wochen auf. Der Abstieg war nicht mehr zu vermeiden
und man stieg als Drittletzter der Tabelle wieder in die 2. Kreisklasse ab.
In der Saison nach dem Abstieg 1969/70 übernahm Herbert Maurer als Spielertrainer den VfR. Die Spielzeit
verlief erfolgreich und man erreichte einen beachtlichen 3. Tabellenplatz. Da der VfR noch keine
Trainingsbeleuchtung besaß, wurde die „Aktion Flutlicht“ ins Leben gerufen.
Bei Heimspielen und auch in den umliegenden Gaststätten wurde fleißig gesammelt. Dann schaltete sich auch
der Vorstand mit ein und durch Veranstaltungen und Verlosungen kam Geld herein. Einen stolzen Betrag
erbrachte auch eine Haussammlung in der ganzen Gemeinde.
Ein wichtiges Ereignis im Jahre 1970 waren die Fusionsverhandlungen zwischen Much und Marienfeld. Da fast
alle aktiven Spieler gegen einen Zusammenschluß waren, platzte der Versuch einer Fusion.
In dieser Zeit gab es leider nicht viel von der Jugend zu berichten. Einziger Lichtblick war die damalige
B-Jugend, die die Meisterschaft errang.
Im August fingen die Erdarbeiten für die Installation der Flutlichtanlage an. Außerdem wurde ein kleines
Häuschen gebaut, dass die Schaltkästen und einige Gerätschaften aufnehmen sollte. Ab dem Sommer war der VfR
gezwungen eine Saison in Much zu spielen, da der Sportplatz endlich überholt wurde.
In dieser zweiten Spielzeit unter Spielertrainer H. Maurer erreichte man einen 2. Tabellenplatz und
verpasste ganz knapp die Meisterschaft.
Auch die Reservemannschaft erreichte einen tollen 3. Platz.
Im Jubiläumsjahr 1971 verfügte der VfR über 2 Senioren-, 4 Jugend-, eine Damen- und eine Alte-Herren-Mannschaft. Mit Gert Gerits, der über 15 Jahre Fußballspiele im ganzen Rhein-Sieg-Kreis leitete, stellte der VfR einen Schiedsrichter.
Höhepunkt der Festlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen war das erste Fußballspiel einer Damen-Fußballmannschaft des VfR.
Die von Thomas Michels und Inge Wildrath gegründete Mannschaft sorgte dafür, dass der Sportplatz so viel
Zuschauer beherbergte wie seit Jahren nicht mehr.
Das Spiel gegen Dattenfeld ging zwar verloren, gute Ansätze waren aber nicht zu übersehen.
Danach bestritt die erste Mannschaft noch ein Freundschaftsspiel gegen Jugend 07 Bergheim, das mit 0:5
verloren wurde. Am Abend wurde beim Festkommers ein reichhaltiges Programm angeboten.
Nachdem der VfR auch in der Saison 1971/72 wieder oben mitgemischt und einen 3. Tabellenplatz erreicht hatte, war man im Mai 1972 endlich soweit, dass die Flutlichtmasten gesetzt werden konnten. Inzwischen hatte Thomas Michels das Traineramt übernommen.
Am 08. November wurde dann die neue Flutlichtanlage durch den Bürgermeister und den Gemeindedirektor eingeweiht.
Zum ersten Spiel unter Flutlicht hatte man den Spitzenreiter der Bezirksliga SSV Homburg-Nümbrecht
eingeladen, der auch mit 3:0 die Oberhand behielt.
Fast die gesamte Anlage wurde in Eigenleistung und mit Unterstützung verbundener Unternehmen errichtet.
Durch Spenden der Mitglieder, der Bevölkerung, der Geschäftsleute und Zuschüsse von Gemeinde und Kreis
konnte ein großer Teil des benötigten Kapitals beschafft werden.
So war die Errichtung der Flutlichtanlage für den VfR Marienfeld ein großer Erfolg und für den relativ
kleinen Verein sicherlich eine große Leistung.
Erstmals wurde 1972 wieder eine A-Jugendmannschaft Meister. Die von Josef Tillmann betreute und von Herbert
Maurer trainierte Mannschaft schoß Tore wie am Fließband und war nicht zu stoppen. Die I. Mannschaft
erreichte in der Saison 1972/73 einen 6. Tabellenplatz.
Auch in der nächsten Spielzeit belegte man unter Spielertrainer Thomas Michels wieder einen guten 6.
Rang.
Trotz vieler Verletzungen reichte es in der folgendern Saison 1974/75 zu einem gesicherten 8. Platz.
In der Meisterschaftsrunde 1975/76 lief von Anfang an alles schief. Verletzungen und Pech wechselten sich ab. Schon nach 8 Spieltagen stand man am Tabellenende und kam von dort bis zum Schluß nicht mehr weg. Dies bedeutete den Abstieg in die 3. Kreisklasse.
Nachdem Thomas Michels das Traineramt niedergelegt hatte, musste sich der Vorstand nach langer Zeit noch mal
um einen fremden Trainer bemühen. Nach langer Suche wurde Klaus Hilsdorf neuer Sportlehrer beim VfR.
Durch harte Konditionsarbeit brachte er die Mannschaft in Schwung und man übernahm schon nach wenigen
Spieltagen die Führung in der Tabelle. Diese wurde bis zum Ende verteidigt und man hatte somit auf Anhieb
den Wiederaufstieg geschafft.
Mit viel Optimismus startete der VfR in die neue Saison 1977/78, aber es wurde vergessen, dass man nun
wieder eine Klasse höher spielte. Überheblichkeit und Lässigkeit waren Trumpf. Als man auf dem letzten
Tabellenplatz stand, fand man jedoch schnell in die Wirklichkeit zurück.
Am Schluß belegte man einen glücklichen drittletzten Tabellenplatz. Am Ende der Meisterschaft kam es zu
einem Bruch zwischen Mannschaft und Trainer und somit wurde er vom Vorstand entlassen.
1977 wurde auch eine Tischtennisabteilung gegründet, die einige Jahre als Freizeitgruppe im VfR bestand.
Vor der neuen Spielzeit 1978/79 stellte sich der neue Trainer Jürgen Schenkelberg vor.
Schon nach wenigen Spielen stand man auf dem vorletzten Rang. Jetzt sollten sich die Versäumnisse in der
Jugendarbeit vergangener Jahre rächen, denn nach vielen Verletzungen von Stammspielern, war kein Ersatz mehr
zu finden.
Der Einsatz einiger Jugendspieler brachte auch keine Wende mehr und man musste erneut in die 3. Kreisklasse
absteigen.
In dieser Zeit lag die Jugendarbeit ziemlich im Argen. Es gab nur noch zwei Mannschaften, wovon eine sogar
aus dem Spielbetrieb genommen werden musste.
Man bemühte sich um die Neubildung eines Jugendausschusses und Jugendleiter Hans Stöppler bekam nun mit
Herbert Franken und Herbert Maurer Unterstützung.
Erstmals erstellte man eine Satzung für die Jugendabteilung. Man machte Werbung und somit konnte erstmals in
der Vereinsgeschichte eine E-Jugend gegründet werden.
Es wurde von der Wiedergeburt der Jugendarbeit im VfR gesprochen. Pfingsten 1979 wurde das erste große
Jugendturnier durchgeführt. Die Pfingstjugendturniere haben heute noch Bestand und sind sehr beliebt.
Durch die gute Jugendarbeit und die vielen Aktivitäten war der Zulauf so groß, dass schon ein Jahr später 5
Jugendmannschaften gemeldet werden konnten.
Mit zwei Siegen startete man in die Saison 1979/80 und hoffte den direkten Aufstieg nochmals zu schaffen.
Viele Siege, die meisten sogar zweistellig, führten dann auch zum Wiederaufstieg in die 2. Kreisklasse.
In der Rückrunde musste man nur 3 Gegentore hinnehmen und schloß die Saision mit 49:3 Punkten und 132:18
Toren ab. Dies war somit die letzte Saison in der eine I. Mannschaft des VfR in der 3. Kreisklasse spielte.
Auch die Reservemannschaft belegte ebenfalls einen beachtlichen 6. Tabellenplatz.
Erwähnenswert in diesem Jahr war der erneute Versuch einer Fusion mit Much. Wieder wurde der Vorschlag auf
einer außerordentlichen Versammlung des VfR knapp abgelehnt.
In diesem Jahr stand auch eine Renovierung des Sportheims an. Wochenlang wurde gearbeitet und mit über DM
10.000,– brachte man das Heim nochmals auf Hochglanz.
Auch in der neuen Meisterschaftsrunde 1980/81 hatte es Trainer Jürgen Schenkelberg nicht leicht. Einige
Spieler hatten den Verein verlassen und dazu gab es von Anfang an viele verletzte Stammspieler.
Trotz aller Schwierigkeiten erkämpfte sich die Mannschaft einen Mittelfeldplatz. Kampf war in diesen Jahren
Trumpf; die spielerischen Mittel wurden total vernachlässigt.
Am Ende belegte man mit 26:26 Punkten einen 8. Tabellenplatz. In der Spielzeit 1981/82 erreichte der VfR mit
29:23 Punkten einen guten 5. Tabellenplatz.
Dies war aufgrund der dünnen Spielerdecke ein riesiger Erfolg. Inzwischen war der Neubau des Sportplatzes,
der dringend erforderlich war, abgeschlossen.
Auf dem traditionellen Pfingstjugendturnier 1982 waren die Alten-Herren des FC Schalke 04 zu Gast. Die
Jugendabteilung hatte diese Sensation geplant. Erstmals in der Geschichte des VfR wurden Vorverkaufsstellen
eingerichtet.
Klangvolle Namen vergangener Tage spielten gegen eine Alte-Herren-Auswahl der Oberen Sieg. Die Schalker
waren so begeistert, dass sie den Organisator Herbert Maurer und die Mannschaft zu einem Gegenbesuch
einluden.
Im gleichen Jahr brachte die Jugendabteilung wieder etwas Neues. Man veranstaltete vor Weihnachten ein
Hallenturnier für C-, D- und A-Jugendmannschaften in der Mucher Sporthalle.
Die D-Jugendmannschaft wurde Meister in ihrer Gruppe und spielte nun um den Aufstieg in die Sondergruppe.
Mitglied dieser Mannschaft war damals, der heutige Bundesligatorwart von Fortuna Düsseldorf, Georg
Koch.
Diese Mannschaft, die von Dietmar Kulartz und Stefan Schmitz betreut wurde, schaffte tatsächlich auch den
Aufstieg und damit spielte erstmals eine Mannschaft des VfR Marienfeld in der Sondergruppe des Kreises. Im
Dezember 1983 wurden die Spieler dann auch zur Sportlerehrung der Gemeinde eingeladen.
In diesem Jahr mußte ein neuer Jugendvorstand gebildet werden. Raimund Zander hatte nur für kurze Zeit das
Amt des langjährigen und verdienten Jugendleiters Hans Stöpplerübernommen.
Auch Herbert Franken und Herbert Maurer, die sehr viel für den Aufbau der Jugendabteilung getan hatten,
waren aus der Jugendarbeit ausgeschieden.
Neuer Jugendleiter wurde Josef Röhrig. Seine Stellvertreterin war Ute Kulartz und Dietmar Kulartz übernahm
den Posten des Geschäftsführers.
Mit dieser Wahl hatte man einen Glücksgriff getan.
Nahtlos wurde die gute Jugendarbeit der letzten Jahre fortgesetzt. Das Ehepaar Kulartz war, ohne zu übertreiben, lange Jahre rund um die Uhr für die Jugendabteilung und nachher für den Hauptverein tätig.
Die Senioren erreichten in der Saison 1982/83 wieder einen beachtlichen 5. Tabellenplatz (28 : 24 Punkte).
Es hörten auch wieder einige Spieler auf und Trainer Schenkelberg verließ nach fünfjähriger Arbeit ebenfalls
den Verein.
Vor der Spielzeit 1983/84 verpflichtete der Vorstand mit Stefan Becker aus Schladern einen neuen Trainer.
Viele gute Jugendliche aus der A-Jugend stießen zu den Senioren. Doch wieder verließ man sich auf
Kampffußball und erlebte erneut eine Zittersaison. Am Ende hatte der VfR zwei Punkte mehr als Absteiger SW
Neunkirchen. Im letzten Meisterschaftsspiel hatte man
dort ein 2:2 Unentschieden erreicht.
Auch die Meisterschaftsrunde 1984/85 verlief wie immer. Schon wieder hatte der VfR Marienfeld das Abstiegsgespenst im Nacken. Nach dem letzten Spieltag hatte man einen Punkt mehr auf dem Konto als Absteiger Fortuna Imhausen und es reichte wieder so gerade.
Hierbei ist noch anzumerken, daß man dem Aufsteiger Ruppichteroth die einzige Niederlage beibrachte und somit wahrscheinlich den eigenen Abstieg verhinderte. Nach einer tollen Mannschaftstour zum Abschluß nach Berlin, trennte man sich in aller Freundschaft vom Trainer. Da einige erfahrene Spieler aufhörten, waren nun die Jüngeren gefordert.
Der Vorstand des VfR beschloß Ende 1984 den Bau eines neuen Sportheimes in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes zu planen. Das alte Sportheim hatte dem Verein viele Dienste erwiesen, aber Fehlende Heizungsanlage, mangelhafte Sanitäreinrichtungen, fehlende Jugendräume, ständig steigende Unterhaltungskosten und die große Entfernung zwischen Heim und Sportplatz brachten den Vorstand zu dieser Überlegung.
Mit dem neuen Sportheim sollten die entsprechenden Bedingungen geschaffen werden, um in der Zukunft die Jugendarbeit verstärken und das Freizeitangebot erweitern zu können. Bereits Anfang 1985 wurde der Bauantrag sowie die Anträge für Zuschüsse beim Land, Kreis, Gemeinde und Landessportbund gestellt. Am 11. Dezember erhielt der VfR die Baugenehmigung und einen Monat später wurde das alte Sportheim an ein Vereinsmitglied verkauft. Jetzt mußte nur noch auf den Bewilligungsbescheid des Regierungspräsidenten gewartet werden, um mit dem Bau beginnen zu können.
In der Saison 1985/86 sollte mit dem neuen Trainer Herbert Maurer das Ziel ein gesicherter Mittelfeldplatz sein. Dieses Vorhaben wurde bei nur 15 Stammspielern frühzeitig durch viele Verletzungen unmöglich gemacht. Man spielte wieder einmal mit Blick nach unten. Das gute Kameradschaft Berge versetzen kann, bewies sich auch in dieser schweren Saison, so daß am Ende ein 10. Tabellenplatz heraussprang. An dieser Stelle ist anzumerken, daß Thomas Koch in den sechs vergangenen Spielzeiten 5 mal Torschützenkönig wurde.
Die Jubiläumsveranstaltung zum 40-jährigen Bestehen des VfR fand am Samstag, dem 12.07.1986, im Rahmen der
Sportwoche vom 5. bis 13. Juli in der Turnhalle statt.
Zuvor konnten ehemalige Kicker des Vereins in einem Einlagespiel noch einmal ihre Kräfte messen.
Der ganze Ort feierte den VfR-Geburtstag, es gab zahlreiche Gratulationen und musikalische Beiträge, wobei
der unterhaltsame Höhepunkt der Feier der Auftritt der Marienfelder Gruppe „Krachkappen“ war.
Sie parodierte in amüsanter Weise fast vergessene Ereignisse aus der Vereinsgeschichte. Eine umfangreiche
Festschrift, die von Herbert Maurer mit sehr viel Fleiß und Engagement erstellt wurde, skizzierte die vier
Jahrzehnte Marienfelder Sportgeschichte recht ausführlich.
An dieser Stelle ist anzumerken, daß der bis zum 40-jährigen Jubiläum verfasste Text der vorliegenden Festzeitschrift 1996 eine Zusammenfassung der im Jahre 1986erstellten Chronik ist. Da Fotos und Zeitungsausschnitte aus dieser Schrift nicht mehr zu verwenden waren, mußte leider darauf verzichtet werden.
Der Vereinsvorsitzende Hermann-Josef Büth zeichnete einige Gründungsmitglieder mit der Ehrennadel aus und
würdigte die Verdienste des Ehrenmitglieds Franz Michels und seines Sohnes Thomas.
Ebenso herzlich wurde Fritz Fischer, der erste Trainer des VfR, begrüßt.
Bürgermeister Fritz Wilhelm, Gemeindeoberverwaltungsrat und Mitbegründer Josef Schlimbach, Pfarrer Zarco Maretic, die Vorsitzenden der Marienfelder Vereine und viele andere Gratulanten überbrachten Glückwünsche.
Der Bürgerverein überreichte einen großen Stein, der aus dem Bauschutt der Pfarrkirche stammte und als
Grundstein für das neue Clubhaus dienen sollte.
Das schönste Geschenk zum 40-jährigen Bestehen des „Vereins für Rasensport“ Marienfeld aber lieferte der
Kölner Regierungspräsident.
Telefonisch ließ er mitteilen, daß der beantragte Zuschuß zum Bau des neuen Sportheimes bewilligt worden
sei.
„Dann können wir in zwei Wochen mit den Arbeiten beginnen“, lautete die mit viel Beifall bedachte Aussage
von H.J. Büth.
Das Fest und die Sportwoche nahmen einen guten Verlauf und im August wurde mit dem Bau des Heimes begonnen.
Die Planungsarbeiten und Verhandlungen stellten hohe Anforderungen an den Vorstand. Als Fußballverein in der Kreisliga B und ohne einen großzügigen Mäzen im Rücken standen dem VfR keine großen finanziellen Mittel zur Verfügung.
„Eigenleistung“ hieß die Losung.
Es wurde ein 11 mal 14 Meter großes zweigeschossiges Gebäude mit Umkleideräumen für die Mannschaften und den
Schiedsrichter, Duschen, Geschäftszimmer sowie Versorgungsraum geplant. Im ersten Stock sollten ein
Versammlungs- und Jugendraum, die Küche und die Sanitären-Einrichtungen Platz finden.
Von den Gesamtkosten von 320.000 DM mußte der VfR Marienfeld, trotz Zuschüssen des Landes, des
Rhein-Sieg-Kreises sowie der Gemeinde, noch ca. 130.000 DM in Eigenleistung erbringen. Ein weiterer Teil
wurde durch den Verkauf des alten Sportheimes, das zu einem Wohnhaus umgebaut wurde, und mit Spenden
finanziert.
Mitte August 1986 wurde dann mit dem Bau begonnen. Viele fleißige Helfer legten Hand an und es war ein Glücksfall, daß sich aus dem Verein Fachleute für Elektroinstallation, Heizung, Klinker-, Fliesen und Schreinerarbeiten zur Verfügung stellten.
Wer samstags den Ort des Geschehens besuchte konnte die Baumannschaft mit Mannschaftskapitän „Josi“ Büth und
den Seinen in voller Aktion erleben:
Links außen wurde gebohrt und gehämmert, im Mittelfeld an der Heizungsanlage gearbeitet und Libero Dietmar
Kulartz, Geschäftsführer der Jugendabteilung, hielt die Fäden in der Hand. Auch die Frauen hatten einen
großen Anteil an diesem Clubhaus. Sie versorgten den Bautrupp bis zum letzten Tag mit Essen und hielten die
Arbeiter somit bei guter Laune.
Nach etwa elf Monaten war das neue Heim fertiggestellt und außer den Fenstern und dem Dachstuhl wurden alle
Gewerke von den eigenen Leuten ausgeführt.
Um das Bauvorhaben in so kurzer Zeit zu bewerkstelligen, leisteten 70 Helfer 5.984 Arbeitsstunden bei zum
Teil sehr schlechten Witterungsverhältnissen.
Am Sonntag, dem 19. Juli 1987, wurde das neue Sportheim eingeweiht. Nach einem Gottesdienst unter freiem Himmel und einem offiziellen Festakt fand ein großes Spielfest – bereichert durch Einlagen einer Jazz-Tanzgruppe – statt. Der Festakt wurde vom Kirchenchor, dem Männergesangverein, dem Jugendbläsercorps und dem Kindergarten mitgestaltet.
Es wurden an einem sonnigen und fröhlichen Tag viele Erinnerungen ausgetauscht und der damalige erste Vorsitzende Hermann-Josef Büth konnte mit Stolz auf das Geleistete verweisen.
Da die totale Verjüngung der Mannschaft noch immer nicht voll überwunden war, mußte auch in der Saison 1986/87 ein Nichtabstiegsplatz das Ziel sein. So konnte man am Ende der Spielzeit mit einem 6. Platz sehr zufrieden sein.
In der Saison 1987/88 stellte der VfR erstmals 3 Seniorenmannschaften. Da in dem vergangenen Jahr fast eine
komplette A-Jugend zu den Senioren aufrückte und diese Spieler den Wunsch äußerten, auch als Senioren
zusammen zu spielen, meldete man kurzfristig eine B-Reserve an. Ein paar erfahrene Spieler wurden zur
Verstärkung des jungen Teams abgestellt. Diese Mannschaft spielte von Beginn an im oberen Tabellendrittel,
teilweise sogar um die Spitze mit. Am Ende der Spielzeit belegte man einen beachtlichen 4. Tabellenplatz.
Ein besserer Platz wäre vielleicht noch möglich gewesen, wenn man nicht immer wieder gute Spieler an die 1.
Mannschaft abgegeben hätte.
Die erste Mannschaft spielte in dieser Spielzeit auch um die Spitze mit. Nach der Hinrunde belegte man den
dritten Tabellenplatz. Auch die Rückrunde verlief sehr erfolgreich und es wurde ein Kopf- an-Kopf-Rennen mit
dem VfL Schönenberg.
Nach dem letzten Spieltag stand man mit zwei Punkten Rückstand auf den Lokalrivalen VfL Schönenberg auf dem
2. Platz und hatte nur denkbar knapp den Aufstieg verpasst.
Vor der Saison 1988/89 hatte sich beim VfR einiges bewegt. Nicht weniger als acht Spieler verließen den
Verein. Besonders schmerzlich war für den Trainer, daß das komplette Mittelfeld ausschied. Das Saisonziel
war mit „Klassenerhalt“ sehr bescheiden angesetzt. Dieses Ziel war auch realistisch, denn nach der Hinserie
rangierte der VfR auf dem 8. Platz.
In der Rückrunde konnte man sich etwas verbessern und belegte am Ende einen 7. Tabellenplatz.
Nachdem man in der Saison 1989/90 mehr oder weniger erfolgreich spielte, wurde über einen Trainerwechsel nachgedacht. Der Trainer Herbert Maurer war schon fast fünf Jahre im Amt und die Spieler beschlossen die nächste Meisterschaft unter einem anderen Trainer zu spielen.
Man brachte die Saison mit zum Teil sehr guten Ergebnissen zu Ende. Auf der Abschlußfeier wurde der langjährige Trainer Herbert Maurer verabschiedet und er bekam von den Senioren eine Wochenendreise nach Berlin geschenkt.
Die Saison 1990/91 wird mit Sicherheit als eine der Erfolgreichsten in die Geschichte des VfR Marienfeld
eingehen.
Nach 24 Jahren schaffte die I. Fußballmannschaft des Vereins wieder den Aufstieg in die Kreisliga A. Nach
einer überlegen gespielten Meisterschaft stand die Mannschaft am Ende mit zwei Punkten Vorsprung vor dem
Lokalrivalen SW Neunkirchen an der Tabellenspitze.
Beide Mannschaften diktierten das Geschehen in ihrer Gruppe und der Abstand zum Tabellendritten betrug 17 bzw. 15 Punkte.
Nachfolgend nun ein paar Worte zur Entstehung dieses Erfolges: Als Trainer war Diplomsportlehrer Mahmud
Shirzardi aus Bonn verpflichtet worden, der sich mit den Spielern intensiv auf die neue Spielzeit
vorbereitet hatte. Die ersten Spiele konnte der VfR, wenn auch manchmal nur mit einem Tor Unterschied,
gewinnen.
Gegen die zwei Eitorfer Teams, Hellas und Olympias, reichte es nur zu Unentschieden und die erste Niederlage
mußte man am elften Spieltag zu Hause gegen den TuS Herchen hinnehmen.
Am Mittwoch, dem 21.11.91, wurde dann das ausgefallene Spiel vom 3. Spieltag ausgetragen. Die (Minus-)
punktgleichen Mannschaften an der Tabellenspitze aus Marienfeld und Neunkirchen trafen beim „Knüller“ in
Marienfeld aufeinander. Vor einer großen Kulisse entwickelte sich ein gutes Spiel, das der VfR mit 3:1 für
sich entscheiden konnte. Damit wurde die Führung in der Tabelle übernommen.
Für die Gäste war es das letzte Vorrundenspiel, der VfR mußte noch zu einem Nachholspiel nach Hurst/Rosbach.
In Rosbach wurde mit 4:1 Toren gewonnen und im Vereinslokal und später im RIO-Palast in Waldbröl wurde
ausgiebig die Herbstmeisterschaft gefeiert.
Einen Schock mußte der gesamte Verein verkraften, denn der langjährige „BOSS“, Geschäftsführer Hans-Günter Henn, war Mitte März 1991 nach kurzer schwerer Krankheit plötzlich verstorben.
Die Rückrunde verlief weiterhin sehr erfolgreich und am 01.04.1991 kam es zum vorentscheidenden Spiel um die
Meisterschaft bei SW Neunkirchen. Nach zwischenzeitlicher 2: 1 Führung des VfR wurde doch noch unglücklich
mit 3 : 2 verloren.
Dieser Schock wurde gut verkraftet und in der Folgezeit konnten alle Spiele klar gewonnen werden. Einen
Punkt gab man noch beim TuS Herchen ab.
Vor dem letzten Spieltag hatte man 2 Punkte Vorsprung und noch dazu die um 7 Treffer bessere Tordifferenz
als Neunkirchen.
Am Sonntag, dem 12.05.1991, fand das große Saisonfinale gegen den SV Öttershagen statt. 500 Zuschauer säumten den Platz und schon vor dem Spiel hallten Hupen, Fanfaren und Böllerschüsse durch Marienfeld.
Der VfR hatte nicht mit solch großer Gegenwehr des Gegners gerechnet und mußte nach einem zerfahrenen Spiel
mit einem 0:1 Rückstand in die Halbzeitpause gehen.
Die Mannschaft kam wie umgewandelt aus den Kabinen und was den Zuschauern in der zweiten Hälfte geboten
wurde, war wohl das Beste, was in Marienfeld je zu sehen war. W. Löhr, T. Vasen 2x und A. Schlimbach machten
den 4:2 Sieg perfekt und damit war dem VfR mit 45:7 Punkten und 75:24 Toren die Meisterschaft sicher. Die
Zuschauer waren begeistert und es wurde noch eine lange Nacht in Marienfeld.
Mit Bier, Sekt und Wodka feierte man bis in den frühen Morgen im Vereinslokal und zog dann noch singend die
Hauptstraße entlang, die mit rot-weißem Flatterband geschmückt wurde.
Folgende Spieler gehörten zur Meistermannschaft:
Ulrich Ludwig,
Christof Schmitz,
Rüdiger Kulartz,
Rene Siebertz,
Andreas Schlimbach,
Axel Knipp,
Wolfgang Löhr,
Stefan Frings,
Frank Fokken,
Thomas Vasen,
Armin Falkenhain,
Ulrich Weber,
Maik Schrutek,
Manfred Tillmann,
Norbert Fielenbach,
Hartmut Thiel,
Marko Krimmel,
Stefan Zander,
Frank Witteler,
Hans- Willi Rottland,
Friedhelm Fokken
Trainer: Mahmud Shirzardi
Betreuer: Richard Sambale
Zu den besten Torschützen zählten:
Thomas (Tom) Vasen 21 Tore,
Frank Fokken 16 Tore,
Andreas Schlimbach 9 Tore,
Armin Falkenhain 9 Tore,
Christof Schmitz 7 Tore,
Wolfgang Löhr 4 Tore,
Stefan Frings 4 Tore